Projekte

H2-Flex

Aktuell
H2-Flex
Projektstatus
Aktuell
Fördergeber
Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz
Förderkennzeichen
03LB3100A

Über das Projekt

Für eine effektive Speicherung von Wasserstoff ist eine effiziente Nutzung des verfügbaren Bauraums für Wasserstofftanks von großer Bedeutung. Herkömmlich gewickelte Drucktanks bieten jedoch wenig Flexibilität bei den geometrischen Abmessungen. Darüber hinaus erfordert jede Veränderung der Tankgeometrie eine Neukonstruktion des Liners, der zum einen als Barriere gegen Wasserstoffpermeation dient und zum anderen die Fertigung unterstützt.

Um diese Einschränkungen zu überwinden, wurde am Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe eine neue Bauweise für zylindrische Wasserstofftanks entwickelt und patentiert, die es ermöglicht, sowohl die Länge als auch den Durchmesser des Wasserstoffdrucktanks nahezu frei zu gestalten.

Im Rahmen des Projekts H2-Flex wird nun am Leibniz-Institut für Verbundwerkstoffe ein Produktionsverfahren entwickelt, mit dem diese neue Tankbauweise gefertigt werden kann. In Zusammenarbeit mit dem Projektpartner Automation Steeg und Hoffmeyer wird auf Grundlage dieses Verfahrens eine Anlage geplant und gebaut, die die automatisierte Fertigung der neu entwickelten Drucktanks ermöglicht.

Um die Umweltbilanz der Tanks zu verbessern, wird anstelle eines erdölbasierten Wickelharzes ein biobasiertes Harzsystem verwendet. Um dieses Harzsystem optimal an die Anforderungen des Fertigungsprozesses anzupassen, entwickelt der Projektpartner Schill und Seilacher im Rahmen des Projekts ein speziell abgestimmtes biobasiertes Matrixmaterial.

Bei der neuen Tankbauweise werden die Lasten im Dombereich durch metallische Komponenten aufgenommen, was hohe Anforderungen an die Dichtigkeit und das Verschleißverhalten im Kontaktbereich der Metallteile untereinander und zum Verbundwerkstoff stellt. Der Projektpartner Karl Wolf Präzision wird geeignete Materialien und Oberflächenbehandlungen identifizieren und die entsprechenden metallischen Bauteile herstellen, um optimale Eigenschaften für diese speziellen Anforderungen zu gewährleisten.

Abbildungen

Abb1: Fertigungsanlage
Abb1: Fertigungsanlage
Abb2: Wasserstofftank
Abb2: Wasserstofftank

Förderungen

Das Projekt „H2Flex: Prozess- und Anlagenentwicklung zur Herstellung einer neuartigen, kostengünstigen, geometrisch hochflexiblen Leichtbau-Wasserstoff-Tank-Bauweise unter Verwendung von Kohlenstofffasern und einem biobasierten Harzsystem“ wird aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert (Förderkennzeichen: 03LB3100A).